Need For Speed Payback Review

GamersChoice Wertung
  • Handlung
  • Grafik
  • Sound
  • Gameplay
  • Motivation
  • Multiplayer
3.8

Fazit

Need for Speed is Back! Größer, schneller aber leider nicht besser den je ist EA mit Payback ein gutes Stück gelungen dass aber über Mittelmaß leider nicht hinauskommt!
Besonders die Mikrotransaktionen vermasseln einen vollen Erfolg!

Publisher: EA
Release Date: 10.11.2017
Plattformen: PS4, XBox One, PC

Need for Speed schafft es nun mittlerweile seit 1994 die Fans zu begeistern. Dennoch gab es in den letzten Jahren immer wieder eine Krise mit dem Franchise. Onlinezwang oder zu wenig Optionen zur Anpassung der Fahrzeuge waren nur einige Dinge. Payback soll dies nun ändern, kein Onlinezwang und Anpassungsmöglichkeiten so weit das Auge reicht. Wenn es um die visuelle Anpassung geht, kann ich dies auch unterschreiben, bei der Performance ist aber wieder ein Schnitzer passiert – Pay2Win – Welche Folgen das hat, das sehen wir uns jetzt mal genauer an!

Cinematische, aber flache Story

Die Einzelspieler-Kampagne von Need for Speed Payback erzählt die Geschichte des ehemaligen Streetracers Tyler Morgan. Nachdem er verraten und ins Exil getrieben wurde, ist jetzt die Zeit gekommen, Rache zu nehmen. Tyler muss seine Crew wieder aufbauen, ein aussichtsloses Rennen gewinnen und das „House“ zu Fall bringen – jenes Kartell, das die Casinos, Kriminellen und Cops der Stadt kontrolliert. Need for Speed Payback liefert eine recht gute, aber auch flache Story. Für einen Racer aber definitiv gut in Szene gesetzt und spannend!

Umfangreicher Content

Die Autos in Need for Speed Payback sind in fünf Klassen unterteilt – Rennen, Drift, Offroad, Drag und Flucht. Und auch genau in diesen Disziplinen messen wir uns gegen die recht gute KI in hunderten Rennen. Die Map ist groß, aber nicht zu groß. Alles sehr übersichtlich gestaltet findet man stets sein nächstes Ziel. Mit über 80 Fahrzeugen gibt es diesmal auch einen sehr umfangreichen Fuhrpark. Die Welt von Fortune Valley bietet dabei alles was man braucht. Von Stadtrennen über Berge und Wüste ist alles dabei. NPCs trifft man leider seltener an, dies liegt aber vermutlich eher daran, dass man keine Performance-Einbrüche haben will.

Wie schon in den letzten Teilen gibt es neben den Hauptrennen auch wieder Rennen gegen Rivalen, Dinge zum Einsammeln und Herausforderungen. Rivalen trefft ihr per Zufall auf der Landkarte. Besiegt ihr einige Mitglieder der selben Crew wartet ein Rennen gegen den Boss auf euch. Ebenfalls durch einfaches Herumfahren auf der Karte werden euch immer wieder Radarfallen, Sprünge und ähnliche Herausforderungen angezeigt. Absolviert ihr diese bekommt ihr Reputation, welche ihr benötigt um allgemein bessere Fahrzeuge zu kaufen und mehr Rennen freizuschalten.

Der Weg ist oft steinig und hart, die Motivation geht dennoch nie verloren. Auch wenn ihr hin und wieder ein Rennen öfter spielen müsst um Reputation zu farmen und im Rang zu steigen. Die Steuerung ist gewohnt gut, lediglich die Drifts sind ab und zu etwas schwammig. Besonders gut gefällt mir der Soundtrack. Ordentliche Beats und sehr gut aufgenommene Motorengeräusche sorgen immer für das richtige Feeling.

Auch neu sind die Derelicts. Das sind spezielle Fahrzeuge, die ihr von Schrott zu Serienwagen zu Monstervehikel aufbauen könnt. Vier Stück sind davon in Fortune Valley versteckt. Im Laufe der Story bekommt ihr jedoch Hinweise über den Standort der Rostlauben. Habt ihr diese eingesammelt benötigt ihr noch weitere Teile für das Fahrzeug. Habt ihr alles gefunden könnt ihr das Auto wieder auf die Strasse bringen. Derelicts sind die am anpassungsfähigsten Autos im Spiel, zumindest kosmetisch! Und kaum ein Rennen stellt noch eine große Herausforderung dar, wenn ihr euer Monster mal hochgezüchtet habt. Doch wie geht das von statten?

Nach einem Rennen winken euch sowohl Credits, Reputation und Speedcards. Was sind diese Speedcards? Am Ende des Rennens, wenn ihr gewonnen habt werden euch 3 verdeckte Karten gezeigt. Ihr dürft eine davon auswählen. Diese ist dann ein Performance Upgrade für euer Auto. Solltet ihr es nicht benötigen könnt ihr es verkaufen oder zerlegen. Fürs Verkaufen gibt es Credits, beim Zerlegen gibt es Tuning Teile. Ihr könnt im Tuning Shop dann 3 dieser Teile eintauschen um eine neue Speedcard zu erhalten. Klingt nach einem komischen Tuning-System? Ist es auch! Aber wieso? Sehen wir uns das mal genauer an!

Mangelhaftes Tuning dank Pay2Win

Wie schon sehr oft in letzter Zeit in der Branche ist der Übeltäter schnell gefunden! Pay2Win. So auch wieder in Need for Speed Payback. Wollt ihr euer Auto euren Vorstellungen entsprechend optimieren wird das mit den per Zufall droppenden Speedcards eine Weile dauern. Dank InGame Shop könnt ihr aber gegen Echtgeld den ganzen Prozess beschleunigen. Klar ist es eure Entscheidung ob ihr das machen möchte, dennoch wird man dazu verleitet und Zocker, die es nicht wünschen, in gewisser Art benachteiligt.

Außerdem, wo bleibt der Spaßfaktor am Tunen eures Boliden, wenn man nur „Karten“ in sein Fahrzeug steckt? Also auch rein spielerisch ergibt dieses System eigentlich überhaupt keinen Sinn. Und das Spiel selbst wird damit nur künstlich in die Länge gezogen. Obwohl es mehr als genug Content gibt, der die Spieler auch so schon lange genug bei der Stange hält. Mir bleibt es also ein Rätsel, wieso man sich nun immer häufiger zu diesem Schritt entscheidet und seine Kunden damit verärgert.

Multiplayer

Noch ein kleiner Abstecher in den Multiplayer. Hier könnt ihr abseits der Story in Rennen gegen eure Freunde antreten. In Speedlisten gilt es Rekorde zu brechen und sich in der Rankliste nach oben zu kämpfen. Payback bietet nun keinen sehr umfangreichen Multiplayer an, aber die Features reichen um auch hier immer wieder mal Reputation zu sammeln und bieten eine gute Abwechslung zu den Rennen gegen die KI.

Fazit

Need for Speed Payback ist tatsächlich kein schlechtes Spiel. Im Gegenteil, die Rennen machen Spaß, die Story ist für einen Racer eigentlich gut inszeniert und es gibt wahnsinnig viel zu tun. Die Grafik ist gut gelungen, kann einem Project Cars oder Forza natürlich nicht das Wasser reichen. Dafür sind auch die Genres zu unterschiedlich. Lediglich das Performance Tuning war ein Griff ins Klo. Dieses war im letzten Teil noch sehr umfangreich und man konnte genau entscheiden in welche Richtung man sein Fahrzeug tunen möchte. Bei Payback ist das jetzt mit den Speedcards sehr flach und noch dazu Zufall.

Der Zufall bestimmt welche Karte ihr am Ende eines Rennens erhaltet und welche Karten ein Shop gerade im Sortiment hat. Seinen Wagen also genau so zu optimieren wie man das möchte benötigt viel Zeit und Geduld. Aber siehe da, habt ihr das nicht, gibt es ja Gott sei Dank den InGame Shop wo ihr für Echtgeld Lootboxen kaufen könnt um diesen Random Prozess zu beschleunigen – Ironie Ende – Wieso? Wieso müssen Entwickler, besonders EA immer mehr in diese Richtung arbeiten? Es zerstört zum Teil euer Spiel, eure Kunden sehen Pay2Win nicht gerne, trotzdem wird es gemacht, sehr schade wie ich finde!

Dennoch macht Need for Speed Payback jede Menge Laune, wäre es ohne Pay2Win hätte es bestimmt Bestnoten und wäre der wohl beste Arcaderacer am Markt! Jedem Fan der Serie kann ich das Spiel trotzdem empfehlen, für viele Stunden Spaß ist gesorgt, auch wenn hin und wieder dieser bittere Beigeschmack nicht zu verstecken ist!

Über Alexander Wittek 190 Artikel

2012 habe ich es mir zur Aufgabe gemacht meine vielseitigen Erfahrungen nicht nur für mich zu behalten sondern mit euch – den Gamern – zu teilen!

Ich spiele seit ich denken kann! Kein Spiel ist vor mir sicher, am liebsten sind mir RPG und Shooter, wie z.B. Destiny, CoD, BF, Mass Effect, Dark Souls, aber auch FIFA und andere Multiplayer-Games halten mich stets bei Laune!

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