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Razer Gigantus V2 Pro Balance im Test – Präzision zwischen Kontrolle und Geschwindigkeit

Ein gutes Mauspad wird beim Gaming gerne unterschätzt. Während bei Mäusen, Tastaturen, Monitoren oder Grafikkarten teilweise enorme Summen investiert werden, landet unter der Maus nicht selten irgendeine Unterlage, die gerade verfügbar ist. Dabei entscheidet gerade das Mauspad maßgeblich darüber, wie sich eine Gaming-Maus tatsächlich bewegt, wie schnell sie beschleunigt, wie kontrolliert sie wieder zum Stehen kommt und wie präzise sich kleine Korrekturen durchführen lassen. Besonders bei Shootern, aber auch bei Strategiespielen, MOBAs oder schnellen Actiontiteln kann die Oberfläche einen deutlich größeren Einfluss auf das Spielgefühl haben, als man zunächst vermuten würde.

Mit dem Gigantus V2 Pro Balance versucht Razer genau an dieser Stelle anzusetzen und einen Mittelweg zwischen Geschwindigkeit und Kontrolle anzubieten. Das Mauspad gehört zu einer neuen Produktfamilie, bei der Razer nicht einfach nur verschiedene Größen anbietet, sondern die Oberfläche und den darunterliegenden Schaumstoff gezielt auf unterschiedliche Gleiteigenschaften abstimmt. Neben Balance stehen innerhalb der Produktfamilie Varianten wie Max Control, Control, Speed und Max Speed zur Verfügung, wobei Balance bewusst die Mitte des Spektrums besetzt.

Wir haben uns deshalb genauer angesehen, was das Razer Gigantus V2 Pro Balance tatsächlich zu bieten hat, wie es sich im Alltag und beim Gaming schlägt, wie sich die Oberfläche anfühlt, wie zuverlässig die Mausbewegungen umgesetzt werden und ob das Konzept auch nach längerer Nutzung überzeugen kann.

Der erste Eindruck

Schon beim ersten Auspacken vermittelt das Gigantus V2 Pro Balance einen deutlich hochwertigeren Eindruck als viele klassische Standard-Mauspads. Razer setzt auf eine schwarze Stoffoberfläche, eine relativ großzügige Abmessung von 500 × 480 Millimetern und eine Stärke von 4 Millimetern. Damit ist das Pad groß genug, um auch bei niedriger Maus-Empfindlichkeit ausreichend Bewegungsfreiheit zu bieten, ohne gleich die gesamte Breite eines Schreibtisches zu beanspruchen.

Die Form ist dabei interessant, denn mit 500 Millimetern Breite und 480 Millimetern Tiefe ist das Mauspad fast quadratisch. Gerade Spieler, die mit niedriger DPI und entsprechend großen Mausbewegungen arbeiten, profitieren von dieser zusätzlichen Tiefe. Wer dagegen eher mit hoher Empfindlichkeit spielt und die Maus hauptsächlich aus dem Handgelenk bewegt, wird die zusätzlichen Zentimeter möglicherweise weniger benötigen.

Bereits beim Auflegen fällt auf, dass Razer die Unterseite deutlich ernster genommen hat als bei vielen günstigen Mauspads. Das Pad liegt sehr stabil auf dem Tisch und neigt bei normalen Mausbewegungen kaum dazu, sich zu verschieben. Gerade bei hektischen Situationen, in denen wir mit schnellen Bewegungen arbeiten, ist das ein wichtiger Punkt, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn sich das Mauspad während eines entscheidenden Duells langsam verschiebt.

Verarbeitung und Materialqualität

Bei einem Mauspad für knapp 60 Euro darf man eine entsprechende Materialqualität erwarten, und genau hier kann das Gigantus V2 Pro Balance zunächst überzeugen. Die Kanten sind sauber vernäht und relativ flach ausgeführt. Dadurch entsteht kein besonders störender Übergang zwischen Oberfläche und Rand, gleichzeitig wird verhindert, dass der Stoff bereits nach kurzer Zeit an den Außenkanten ausfranst.

Gerade bei einem Mauspad, das täglich mehrere Stunden genutzt wird, ist die Verarbeitung der Kanten nicht zu unterschätzen. Die Hand beziehungsweise der Unterarm liegt je nach Spielweise regelmäßig auf diesem Bereich auf, sodass schlecht verarbeitete Kanten schnell unangenehm werden können. Beim Gigantus V2 Pro Balance hatten wir hier deutlich weniger Grund zur Kritik.

Mit einer Dicke von 4 Millimetern bewegt sich das Pad außerdem in einem Bereich, den wir für einen guten Kompromiss halten. Es ist dick genug, um kleinere Unebenheiten des Schreibtisches auszugleichen, gleichzeitig aber nicht so dick, dass die Handkante ständig auf einer deutlich erhöhten Kante liegt.

Interessant ist außerdem der verwendete GlideCore-Schaumstoff. Razer verfolgt hier einen anderen Ansatz als bei einem einfachen Gummi-Mauspad und kombiniert die textile Oberfläche mit einem speziell abgestimmten Schaumstoff. Bei der Balance-Variante kommt ein mittelharter Aufbau zum Einsatz, der weder extrem weich noch besonders hart ausfällt.

Genau dieser Aufbau macht sich später beim Spielen bemerkbar.

Größe und Alltagstauglichkeit

Mit 500 × 480 Millimetern gehört das Gigantus V2 Pro Balance zu den größeren klassischen Gaming-Mauspads, ohne jedoch in die Kategorie der riesigen Desk-Mats abzurutschen. Wir empfinden die Dimensionen als ziemlich gut gewählt, insbesondere für Spieler, die mit niedriger Sensitivität arbeiten.

Bei einem Shooter wie Counter-Strike 2, Valorant, Call of Duty oder Apex Legends kann es durchaus vorkommen, dass wir die Maus bei einer Drehung über eine große Strecke bewegen müssen. Hier zahlt sich die zusätzliche Tiefe aus. Statt ständig darauf achten zu müssen, ob wir mit der Maus bereits am Rand angekommen sind, können wir wesentlich freier arbeiten.

Für einen normalen Schreibtisch sollte man allerdings vor dem Kauf trotzdem einmal nachmessen. Die 50 Zentimeter Breite und knapp 48 Zentimeter Tiefe sind nicht wenig. Wer beispielsweise nur eine kleine Arbeitsfläche besitzt oder Monitorständer, Lautsprecher und Tastatur sehr dicht am Rand stehen hat, sollte prüfen, ob das Pad tatsächlich ausreichend Platz bekommt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Transportfähigkeit. Das Gigantus V2 Pro Balance lässt sich rollen und ist damit grundsätzlich auch für LAN-Partys oder einen Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen geeignet. Nach dem Ausrollen legt es sich relativ schnell wieder flach, wobei wir bei einem gerollt gelieferten Stoffpad grundsätzlich etwas Geduld empfehlen würden, bevor wir sofort eine intensive Gaming-Session starten.

Die Oberfläche – der entscheidende Punkt

Kommen wir zum wichtigsten Bestandteil eines Mauspads: der Oberfläche.

Razer bezeichnet Balance als mittlere Reibungsstufe und versucht damit einen Kompromiss zwischen schnellem Gleiten und zuverlässiger Kontrolle zu schaffen. Genau das ist auch der Charakter, den wir während der Nutzung wahrnehmen.

Das Pad fühlt sich nicht wie ein klassisches Speed-Pad an, bei dem die Maus nahezu widerstandslos über die Oberfläche schwebt. Gleichzeitig ist es aber auch weit davon entfernt, sich wie ein extrem langsames Control-Pad anzufühlen. Die Maus lässt sich relativ leicht in Bewegung setzen, während beim Abbremsen genügend Widerstand vorhanden ist, um die Bewegung kontrolliert zu stoppen.

Diese Kombination gefällt uns besonders bei Spielen, in denen Geschwindigkeit und Präzision gleichzeitig gefragt sind.

Beim ersten Kontakt entsteht zunächst ein eher neutrales Gefühl. Die Oberfläche ist nicht unangenehm rau, aber auch nicht komplett glatt. Stattdessen besitzt sie eine feine Textur, die genügend Rückmeldung vermittelt, ohne den Mausfuß unnötig auszubremsen.

Gerade bei längeren Gaming-Sessions empfinden wir das als angenehm. Die Maus gleitet flüssig, ohne dass ständig das Gefühl entsteht, wir müssten gegen die Oberfläche arbeiten.

Geschwindigkeit und Kontrolle

Der Name Balance ist bei diesem Modell tatsächlich ziemlich treffend.

Wenn wir beispielsweise schnelle horizontale Bewegungen durchführen, lässt sich die Maus zügig über das Pad bewegen. Gleichzeitig reicht die Reibung aus, um die Bewegung anschließend sauber zu stoppen. Genau dieses Verhältnis ist insbesondere bei Shootern interessant.

Bei einem schnellen Flick muss die Maus zunächst möglichst ohne unnötigen Widerstand beschleunigen. Sobald das Ziel erreicht ist, brauchen wir allerdings genügend Kontrolle, um nicht über das Ziel hinauszuschießen. Ein zu schnelles Pad kann hier problematisch werden, während ein sehr langsames Control-Pad wiederum schnelle Bewegungen erschwert.

Das Gigantus V2 Pro Balance versucht, genau zwischen diesen beiden Extremen zu bleiben.

Wir würden die Gleiteigenschaften deshalb eher als mittlere Geschwindigkeit mit einer leichten Tendenz zur kontrollierten Seite beschreiben. Wer ein extrem schnelles Mauspad erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Wer dagegen ein Pad sucht, das schnelle Bewegungen ermöglicht und trotzdem eine gewisse Bremswirkung besitzt, dürfte sich hier sehr schnell zurechtfinden.

Verhalten bei langsamen Bewegungen

Besonders interessant wird ein Mauspad nicht bei großen Bewegungen, sondern bei den kleinen.

Bei langsamen Mausbewegungen und minimalen Korrekturen zeigt sich, wie gut Oberfläche und Schaumstoff tatsächlich zusammenspielen. Hier kann das Gigantus V2 Pro Balance seine Stärken ausspielen.

Die Maus lässt sich kontrolliert bewegen, ohne dass sie bei kleinsten Bewegungen unangenehm klebt. Gleichzeitig entsteht genug Widerstand, damit die Maus nicht unkontrolliert weiterläuft, sobald wir die Bewegung stoppen.

Gerade bei einem Headshot in einem kompetitiven Shooter kann eine solche Eigenschaft entscheidend sein. Wir bewegen die Maus zunächst relativ schnell in Richtung Ziel und reduzieren anschließend die Bewegung auf wenige Millimeter. Genau für solche Situationen ist eine ausgewogene Oberfläche sinnvoll.

Der GlideCore-Schaumstoff

Ein besonderer Bestandteil des Gigantus V2 Pro Balance ist der bereits erwähnte GlideCore-Schaumstoff.

Razer verwendet innerhalb der Gigantus-V2-Pro-Familie unterschiedliche Schaumstoffhärten. Balance und Speed nutzen dabei einen mittelharten Aufbau, während die Control-Varianten weicher ausgelegt sind und Max Speed auf einen härteren Aufbau setzt.

Beim Balance-Modell entsteht dadurch ein interessantes Spielgefühl. Der Schaumstoff gibt unter Druck zwar etwas nach, wir sinken mit der Maus aber nicht tief in das Pad ein. Das verhindert, dass sich schnelle Bewegungen unnötig schwammig anfühlen.

Gleichzeitig bietet der Untergrund eine gewisse Dämpfung, wodurch das Pad angenehmer wirkt als eine extrem harte Oberfläche.

Besonders gut gefällt uns dabei, dass die Oberfläche nicht komplett unabhängig vom Untergrund arbeitet. Je nachdem, wie stark wir die Maus auf das Pad drücken, verändert sich das Gefühl minimal. Das kann bei präzisen Bewegungen durchaus hilfreich sein, weil wir dadurch zusätzliche Kontrolle bekommen.

X-Y-Konsistenz

Ein technisches Detail, das Razer bei der Gigantus-V2-Pro-Serie besonders hervorhebt, ist die geringe Differenz zwischen horizontalem und vertikalem Gleitverhalten.

Razer gibt hierfür eine X-Y-Abweichung von maximal 5 Prozent an. In der Praxis bedeutet das, dass sich die Mausbewegung in unterschiedliche Richtungen möglichst ähnlich anfühlen soll.

Das klingt zunächst nach einem relativ unspektakulären Detail, kann beim Spielen aber durchaus relevant sein. Wenn eine Maus beispielsweise horizontal deutlich leichter gleitet als vertikal, kann sich das Bewegungsverhalten je nach Spielsituation unterschiedlich anfühlen.

Beim Gigantus V2 Pro Balance wirkt das Bewegungsverhalten tatsächlich sehr gleichmäßig. Wir müssen uns nicht ständig auf unterschiedliche Widerstände einstellen, wenn wir von horizontalen zu vertikalen Bewegungen wechseln.

Das sorgt vor allem dafür, dass die Mausbewegung berechenbar bleibt.

Tracking und Sensorverhalten

Ein gutes Mauspad sollte den Sensor einer modernen Gaming-Maus nicht unnötig vor Herausforderungen stellen. Gerade aktuelle optische Sensoren arbeiten zwar mit sehr hoher Präzision, benötigen aber dennoch eine geeignete Oberfläche, um zuverlässig zu arbeiten.

Die mikrotexturierte Oberfläche des Gigantus V2 Pro Balance ist entsprechend auf den Einsatz mit optischen Sensoren ausgelegt. Während unserer Nutzung konnten wir keine auffälligen Tracking-Probleme feststellen.

Wichtig ist allerdings, dass wir hier zwischen dem Mauspad und der Maus unterscheiden müssen. Ein Mauspad kann zwar eine gute Grundlage schaffen, aber nicht verhindern, dass schlechte oder verschmutzte Mausfüße, ein verschmutzter Sensor oder falsche Einstellungen das Tracking beeinträchtigen.

Mit einer modernen Gaming-Maus funktioniert das Gigantus V2 Pro Balance jedoch sehr überzeugend und vor allem vorhersehbar.

Gaming im Alltag

Im Alltag zeigt sich schnell, warum die Balance-Variante innerhalb der Produktfamilie eine interessante Position einnimmt.

Wir können das Pad für schnelle Shooter verwenden, ohne dass wir bei jedem Flick gegen übermäßige Reibung ankämpfen müssen. Gleichzeitig funktioniert es auch bei langsameren Spielen hervorragend, bei denen präzise Cursorbewegungen und kontrolliertes Arbeiten gefragt sind.

Besonders bei Spielen mit unterschiedlichen Anforderungen gefällt uns diese Vielseitigkeit.

Während ein reines Speed-Pad seine Stärken vor allem bei schnellen Bewegungen ausspielt, kann ein sehr langsames Control-Pad bei hektischen Situationen hinderlich wirken. Das Balance-Modell versucht nicht, eine dieser Eigenschaften maximal auszureizen, sondern kombiniert beide Eigenschaften.

Das macht es allerdings gleichzeitig etwas weniger spezialisiert.

Wer genau weiß, dass er ein extrem langsames Control-Pad bevorzugt, wird mit der Control- oder Max-Control-Version wahrscheinlich glücklicher. Wer dagegen eine möglichst schnelle Oberfläche sucht, sollte sich bei Speed oder Max Speed umsehen.

Das Balance-Modell richtet sich eindeutig an Spieler, die keinen extremen Charakter suchen.

Shooter und kompetitives Gaming

Bei kompetitiven Shootern spielt das Gigantus V2 Pro Balance seine Stärken besonders deutlich aus.

Wir bekommen ausreichend Geschwindigkeit für große Mausbewegungen und gleichzeitig genügend Widerstand für kontrollierte Korrekturen. Gerade bei niedriger Sensitivität ist die Kombination aus großer Fläche und ausgewogener Reibung angenehm.

Bei schnellen Flicks fühlt sich die Maus nicht unnötig träge an. Gleichzeitig fehlt aber auch das extrem freie Gefühl eines Speed-Pads, bei dem die Maus nach einer schnellen Bewegung noch etwas weiterlaufen kann.

Für Tracking-Situationen ist das ebenfalls interessant. Wenn wir einem beweglichen Ziel folgen, lässt sich die Maus gleichmäßig über die Oberfläche führen. Die Bewegung wirkt dabei kontrolliert und vorhersehbar.

Für uns ist genau diese Vorhersehbarkeit eine der größten Stärken des Pads.

Komfort bei langen Gaming-Sessions

Auch beim Komfort macht sich die Konstruktion bemerkbar.

Die 4 Millimeter Dicke sorgen dafür, dass das Pad nicht einfach nur als dünne Stoffschicht auf dem Schreibtisch liegt. Kleine Unebenheiten werden etwas abgefangen und der Übergang zur Oberfläche wirkt insgesamt angenehmer.

Die flach ausgeführten, vernähten Kanten tragen ebenfalls dazu bei. Gerade wenn der Unterarm oder das Handgelenk über längere Zeit auf dem Pad liegt, möchten wir keine scharfe oder harte Kante spüren.

Hier liefert Razer eine insgesamt sehr stimmige Konstruktion.

Natürlich ist Komfort individuell. Wer sehr empfindlich auf Stoffoberflächen reagiert oder lieber auf extrem glatten Kunststoff- beziehungsweise Glasoberflächen spielt, wird auch mit dem Gigantus V2 Pro Balance nicht automatisch glücklich werden.

Für ein klassisches Stoffpad ist der Komfort allerdings sehr gut.

Reinigung und Pflege

Wie bei jedem Stoffmauspad gilt auch hier: Je länger wir es verwenden, desto wichtiger wird die Reinigung.

Schweiß, Hautfett, Staub und kleine Partikel sammeln sich zwangsläufig auf der Oberfläche. Gerade bei intensiver Nutzung kann sich das Gleitverhalten mit der Zeit verändern.

Das Gigantus V2 Pro Balance bildet dabei keine Ausnahme. Wir würden deshalb empfehlen, das Pad regelmäßig vorsichtig von Staub und Schmutz zu befreien und bei einer gründlicheren Reinigung die Herstellerempfehlungen zu beachten.

Besonders wichtig ist, aggressive Reinigungsmittel oder sehr heißes Wasser zu vermeiden. Die Oberfläche besteht aus mehreren miteinander verbundenen Materialien, weshalb eine schonende Behandlung sinnvoll ist.

Wer das Pad regelmäßig pflegt, dürfte wesentlich länger Freude an den ursprünglichen Gleiteigenschaften haben.

Design

Optisch bleibt Razer beim Gigantus V2 Pro Balance relativ zurückhaltend.

Die Oberfläche ist überwiegend schwarz gehalten, während das Razer-Logo in der unteren rechten Ecke deutlich sichtbar ist. Ob man dieses Design mag, ist natürlich Geschmackssache. Wir finden allerdings, dass ein etwas dezenteres Branding der ansonsten sehr hochwertigen Optik noch besser gestanden hätte.

Positiv ist wiederum, dass die Oberfläche selbst nicht mit riesigen grafischen Elementen oder auffälligen Mustern überladen wird. Dadurch passt das Pad sowohl zu einem klassischen Gaming-Setup als auch zu einem eher minimalistischen Schreibtisch.

Die Balance-Variante trägt außerdem eine entsprechende Kennzeichnung, wodurch die verschiedenen Versionen innerhalb der Produktfamilie relativ leicht auseinanderzuhalten sind.

Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis

Beim Preis wird die Sache etwas komplizierter.

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 59,99 Euro. Damit ist das Gigantus V2 Pro Balance deutlich teurer als viele einfache Stoff-Mauspads, die teilweise für einen Bruchteil dieses Preises erhältlich sind.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob es günstig ist, sondern ob wir für das zusätzliche Geld einen entsprechenden Mehrwert bekommen.

Unsere Antwort fällt differenziert aus.

Bei einem einfachen Mauspad reicht eine Stoffoberfläche mit rutschfester Unterseite für viele Spieler völlig aus. Wer allerdings gezielt nach einer kontrollierten, gleichmäßigen und hochwertigen Oberfläche sucht, bekommt mit dem Gigantus V2 Pro Balance ein deutlich ausgefeilteres Produkt.

Die Verarbeitung, die vernähten Kanten, der spezielle Schaumstoff und die abgestimmte Oberfläche rechtfertigen einen Teil des Aufpreises. Trotzdem bleibt ein Mauspad für rund 60 Euro eine Investition, die nicht jeder Spieler benötigt.

Interessant wird das Preis-Leistungs-Verhältnis deshalb insbesondere dann, wenn wir das Pad wirklich intensiv nutzen.

Wer jeden Tag mehrere Stunden spielt und Wert auf ein bestimmtes Mausgefühl legt, kann den höheren Preis eher nachvollziehen. Für Gelegenheitsspieler dürfte ein günstigeres Mauspad dagegen vollkommen ausreichen.

Was uns besonders gut gefällt

Eine der größten Stärken des Razer Gigantus V2 Pro Balance ist für uns die Ausgewogenheit.

Das Pad versucht nicht, in einer einzigen Disziplin absolute Rekorde aufzustellen. Stattdessen liefert es ein sehr rundes Gesamtpaket.

Die Maus lässt sich schnell bewegen, ohne dass die Oberfläche zu glatt wirkt. Gleichzeitig können wir Bewegungen kontrolliert abbremsen und kleine Korrekturen präzise durchführen.

Dazu kommen die große Fläche, die 4 Millimeter Materialstärke, die vernähten Kanten und die stabile Unterseite.

In der Summe entsteht dadurch ein Mauspad, das sich im Alltag sehr unkompliziert nutzen lässt.

Wo wir noch Verbesserungspotenzial sehen

Ganz ohne Kritik kommt das Gigantus V2 Pro Balance allerdings nicht davon.

Der offensichtlichste Punkt ist der Preis. Rund 60 Euro sind für ein Mauspad eine Ansage, insbesondere weil es auf dem Markt zahlreiche günstigere Alternativen gibt, die ebenfalls ordentliche Ergebnisse liefern.

Außerdem könnte die beinahe quadratische Form für manche Schreibtische problematisch sein. Die zusätzlichen 480 Millimeter Tiefe sind zwar für Low-Sense-Spieler sehr angenehm, für andere Nutzer aber möglicherweise schlicht überdimensioniert.

Auch die Balance-Ausrichtung hat einen Nachteil: Das Pad ist ein Kompromiss.

Wer genau weiß, dass er maximale Kontrolle oder maximale Geschwindigkeit bevorzugt, wird mit einer spezielleren Variante möglicherweise besser zurechtkommen.

Das ist allerdings weniger ein Fehler des Produkts als eine Konsequenz des Konzepts.

Zahlen, Daten und Fakten im Überblick

Das Razer Gigantus V2 Pro Balance bietet eine Fläche von 500 × 480 Millimetern und besitzt eine Materialstärke von 4 Millimetern. Damit steht eine Gesamtfläche von rund 2.400 Quadratzentimetern zur Verfügung, was insbesondere bei niedrigen Empfindlichkeitseinstellungen ausreichend Raum für große Mausbewegungen bietet.

Die Oberfläche besteht aus einem speziell abgestimmten Gewebe, während darunter der Razer-eigene GlideCore-Schaumstoff zum Einsatz kommt. Bei der Balance-Version ist dieser Schaumstoff mittelhart ausgelegt.

Razer ordnet Balance in der Mitte seines fünfstufigen Systems ein. Die Abstufung reicht von Max Control über Control und Balance bis hin zu Speed und Max Speed. Balance besitzt dabei eine mittlere Reibung und soll schnelle Starts mit stabilen Stopps kombinieren.

Die Konstruktion besitzt vernähte, flach ausgeführte Kanten und eine rutschhemmende Unterseite. Die Oberfläche ist für optische Sensoren ausgelegt, und Razer gibt für die X-Y-Gleitkonsistenz eine maximale Abweichung von 5 Prozent an.

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 59,99 Euro.

Fazit

Das Razer Gigantus V2 Pro Balance ist ein Mauspad, das seinen Namen tatsächlich verdient. Wir bekommen hier weder ein extremes Speed-Pad noch ein kompromissloses Control-Modell, sondern eine sehr ausgewogene Kombination aus Geschwindigkeit, Kontrolle und Komfort.

Besonders überzeugt uns die Kombination aus der fein strukturierten Stoffoberfläche und dem mittelharten GlideCore-Schaumstoff. Die Maus lässt sich schnell genug bewegen, um auch hektische Spielsituationen problemlos zu bewältigen, gleichzeitig bietet die Oberfläche ausreichend Widerstand, um schnelle Bewegungen sauber abzubremsen und kleine Korrekturen kontrolliert durchzuführen.

Auch die Verarbeitung hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Die vernähten Kanten, die stabile Unterseite und die 4 Millimeter starke Konstruktion vermitteln einen hochwertigen Eindruck und machen das Pad auch für längere Gaming-Sessions interessant.

Die größte Einschränkung ist für uns der Preis. Knapp 60 Euro sind für ein Mauspad viel Geld und sorgen dafür, dass wir nicht uneingeschränkt von einem Schnäppchen sprechen können. Hinzu kommt, dass die große, fast quadratische Form nicht auf jeden Schreibtisch passt.

Wer allerdings regelmäßig am PC spielt und ein hochwertiges Stoffpad sucht, das sich nicht auf einen einzigen Spielstil festlegt, bekommt mit dem Gigantus V2 Pro Balance ein sehr vielseitiges Modell. Besonders Spieler, die zwischen verschiedenen Genres wechseln oder noch nicht genau wissen, ob sie eher Speed oder Control bevorzugen, profitieren von dem ausgewogenen Charakter.

Wir sehen das Razer Gigantus V2 Pro Balance deshalb weniger als Spezialwerkzeug für eine ganz bestimmte Zielgruppe, sondern vielmehr als hochwertiges Allround-Mauspad für Spieler, die ein berechenbares und kontrolliertes Mausgefühl bevorzugen.

GamersChoice Wertung

Getestet: Razer Gigantus V2 Pro Balance

Das ist es: Ein Mauspad, das seinen Namen tatsächlich verdient. Wir bekommen hier weder ein extremes Speed-Pad noch ein kompromissloses Control-Modell, sondern eine sehr ausgewogene Kombination aus Geschwindigkeit, Kontrolle und Komfort.

  • Verarbeitung & Qualität
  • Oberfläche & Gleitverhalten
  • Präzision & Kontrolle
  • Komfort & Ergonomie
  • Ausstattung & Design
  • Preis-Leistung
4.4

Fazit

Das Razer Gigantus V2 Pro Balance überzeugt uns vor allem durch seine ausgewogene Abstimmung, die hochwertige Verarbeitung und das sehr berechenbare Gleitverhalten. Es ist kein Mauspad, das sich durch extreme Eigenschaften in eine bestimmte Richtung drängt, sondern eines, das möglichst vielen Spielstilen gerecht werden möchte. Genau darin liegt seine größte Stärke – und gleichzeitig der Grund, warum es sich für uns als sehr gelungenes Allround-Modell präsentiert.

Pros

  • Sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Kontrolle
  • Große Fläche von 500 × 480 Millimetern
  • 4 Millimeter starke Konstruktion
  • Hochwertiger GlideCore-Schaumstoff
  • Sauber vernähte und flache Kanten
  • Sehr gleichmäßiges Gleitverhalten
  • Gute Kontrolle bei langsamen Mausbewegungen
  • Ausreichend schnell für hektische Shooter
  • Rutschfeste Unterseite
  • Für optische Sensoren optimierte Oberfläche
  • Für unterschiedliche Spielgenres geeignet
  • Rollbar und damit grundsätzlich gut transportierbar

Cons

  • Mit rund 59,99 Euro relativ teuer
  • Fast quadratische Form benötigt vergleichsweise viel Platz
  • Für absolute Speed- oder Control-Fans möglicherweise nicht spezialisiert genug
  • Großes Razer-Logo ist optisch nicht jedermanns Geschmack
  • Günstigere Alternativen bieten ebenfalls brauchbare Ergebnisse
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