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Razer Hammerhead V3 HyperSpeed im Test – Gaming-Sound ohne Kabelsalat

Mit den Hammerhead V3 HyperSpeed bringt Razer die dritte Generation seiner Gaming-In-Ears auf den Markt und verfolgt dabei ein ziemlich klares Konzept: möglichst geringe Latenz, möglichst breite Gerätekompatibilität und gleichzeitig genügend Alltagstauglichkeit, um die kleinen Ohrhörer nicht nur zum Spielen, sondern auch unterwegs, im Homeoffice oder beim Musikhören einsetzen zu können. Dafür kombiniert Razer eine 2,4-GHz-HyperSpeed-Funkverbindung mit Bluetooth 6.0, aktiver Geräuschunterdrückung, THX Spatial Audio und einem speziellen Ladecase, in dem der kompakte Funk-Dongle untergebracht werden kann. Der Hersteller positioniert die Hammerhead V3 HyperSpeed damit als universelle True-Wireless-Gaming-Lösung.

Die technischen Eckdaten lesen sich zunächst beeindruckend. Zum Einsatz kommen 11-mm-Treiber, die einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz abdecken. Jeder einzelne Ohrhörer bringt lediglich 5,6 Gramm auf die Waage. Zusammen mit dem Ladecase beträgt das Gewicht des gesamten Systems 63 Gramm. Razer verspricht bis zu zehn Stunden Wiedergabe mit einer Ladung und bis zu 40 Stunden inklusive Ladecase. Hinzu kommen Hybrid-ANC, ein Transparenzmodus, Touch-Bedienung, automatische Trageerkennung, Razer Chroma RGB und THX Spatial Audio am PC.

Design und Verarbeitung

Optisch bleiben die Hammerhead V3 HyperSpeed eindeutig der Razer-Designsprache treu. Die In-Ears besitzen ein modernes, technisch wirkendes Erscheinungsbild und tragen auf der Außenseite das charakteristische Razer-Logo. Die Verarbeitung macht insgesamt einen hochwertigen Eindruck. Die Ohrhörer wirken nicht wie einfache Bluetooth-Kopfhörer, sondern eindeutig wie ein Gaming-Produkt.

Interessanter wird das Ladecase. Razer hat den USB-C-Funkdongle direkt in das Konzept des Cases integriert. Dadurch muss der kleine Empfänger nicht separat herumgetragen werden. Für Spieler, die häufig zwischen PC, Smartphone und Handheld wechseln, ist das ausgesprochen praktisch. Gleichzeitig hat diese Konstruktion aber einen Nachteil: Das Ladecase fällt größer aus als bei vielen klassischen True-Wireless-In-Ears. Genau diesen Punkt bemängelten auch unabhängige Tests.

Die eigentlichen Ohrhörer sind dagegen angenehm kompakt und mit 5,6 Gramm pro Seite ausgesprochen leicht. Dadurch lassen sie sich auch über längere Gaming-Sessions tragen, ohne dass das Gewicht unangenehm auffällt. Die Hammerhead V3 HyperSpeed sind außerdem nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt. Sie können damit Schweiß und leichte Regenschauer verkraften, sollten aber natürlich nicht als wasserdichte Sportkopfhörer betrachtet werden.

Tragekomfort – leicht und langstreckentauglich

Gerade beim Tragekomfort spielen Gaming-In-Ears einen ihrer größten Vorteile gegenüber klassischen Gaming-Headsets aus. Während ein Headset nach mehreren Stunden durch Gewicht, Bügel oder Ohrmuscheln unangenehm werden kann, verschwinden die Hammerhead V3 HyperSpeed beinahe im Ohr.

Die 5,6 Gramm pro Ohrhörer machen sich im Alltag positiv bemerkbar. Auch bei längeren Gaming-Sessions entsteht vergleichsweise wenig Belastung. COMPUTER BILD bescheinigt den Hammerhead V3 HyperSpeed ebenfalls einen sehr hohen Tragekomfort. Kritisiert wurde allerdings, dass Razer lediglich drei verschiedene Aufsatzgrößen beilegt.

Hier zeigt sich ein grundsätzliches Problem bei In-Ears: Der beste Klang und die beste Geräuschisolierung funktionieren nur dann, wenn die Ohrstöpsel optimal sitzen. Passt eine der drei Größen nicht perfekt, können sowohl Basswiedergabe als auch passive Isolation darunter leiden. Wer sehr spezielle Ohrformen hat, sollte diesen Punkt deshalb berücksichtigen.

Zwei Funkwelten: HyperSpeed und Bluetooth 6.0

Eine der größten Stärken der Hammerhead V3 HyperSpeed ist die Verbindungstechnik. Razer kombiniert eine klassische Bluetooth-Verbindung mit seiner 2,4-GHz-HyperSpeed-Funktechnik.

Für normales Musikhören oder unterwegs ist Bluetooth die bequemste Lösung. Für Gaming ist dagegen die 2,4-GHz-Verbindung interessant, weil sie eine deutlich geringere Latenz ermöglicht. Genau hier liegt einer der entscheidenden Vorteile gegenüber gewöhnlichen Bluetooth-Earbuds.

Der mitgelieferte USB-C-Dongle stellt die HyperSpeed-Verbindung her. Unterstützt werden unter anderem PC, PlayStation 5, Steam Deck und mobile Geräte. Razer SmartSwitch Dual Wireless ermöglicht zudem den Wechsel zwischen 2,4 GHz und Bluetooth.

In der Praxis ist das für Spieler ausgesprochen interessant. Wer beispielsweise am PC spielt, kann die HyperSpeed-Verbindung verwenden und anschließend auf dem Smartphone Bluetooth nutzen, ohne gleich zwei unterschiedliche Kopfhörer zu benötigen.

Die maximale Reichweite wird von Razer beziehungsweise Testquellen mit ungefähr zwölf Metern unter günstigen Bedingungen angegeben. In einer normalen Wohnung dürfte das mehr als ausreichend sein. Wände und andere Funkquellen können die tatsächliche Reichweite selbstverständlich reduzieren.

Gaming und Latenz

Das wichtigste Argument für die Hammerhead V3 HyperSpeed ist und bleibt das Gaming.

Während klassische Bluetooth-Kopfhörer eine wahrnehmbare Verzögerung zwischen Bild und Ton erzeugen können, ist die 2,4-GHz-HyperSpeed-Verbindung speziell auf niedrige Latenz ausgelegt. Das macht sich vor allem bei Spielen bemerkbar, bei denen schnelle Reaktionen wichtig sind.

Bei einem Ego-Shooter ist es beispielsweise entscheidend, dass ein abgefeuerter Schuss möglichst unmittelbar gehört wird. Auch Schritte, Nachladegeräusche oder Richtungswechsel müssen möglichst synchron zum Geschehen auf dem Bildschirm wiedergegeben werden.

Genau hier können die Hammerhead V3 HyperSpeed ihre Stärken ausspielen. Unabhängige Tests bestätigen die niedrige Latenz als eine der wesentlichen Stärken des Modells.

Für kompetitives Gaming sind sie deshalb deutlich interessanter als herkömmliche Bluetooth-In-Ears.

Klangqualität

Beim Klang liefern die Hammerhead V3 HyperSpeed insgesamt ein gutes, aber nicht in jeder Situation überragendes Ergebnis.

Die 11-mm-Treiber erzeugen einen klaren und ausreichend detaillierten Klang. Besonders bei Spielen profitieren die Earbuds von einer relativ präzisen räumlichen Darstellung. Geräusche lassen sich dadurch gut voneinander unterscheiden, was gerade bei Shootern ein Vorteil ist.

Die Abstimmung ist allerdings nicht vollkommen neutral. Unser Experte beschreibt den Klang als klar, kritisiert jedoch unter anderem etwas zurückgenommene Mitten und einen Bass, der bei sehr tiefen Frequenzen an Substanz verlieren kann.

Das ist beim Gaming weniger problematisch als beim Musikhören. Explosionen, Schüsse und Soundeffekte kommen überzeugend zur Geltung, während Stimmen teilweise etwas weniger präsent wirken können.

Für actionreiche Spiele funktioniert die Abstimmung deshalb sehr gut. Wer dagegen besonders viel Wert auf audiophile Musikwiedergabe legt, findet in dieser Preisklasse Kopfhörer, die stärker auf reine Musikwiedergabe spezialisiert sind.

THX Spatial Audio

Ein weiteres Highlight ist THX Spatial Audio.

Auf dem PC können die Hammerhead V3 HyperSpeed über Razer Synapse 4 mit virtuellem 7.1-Surround-Sound betrieben werden. Ziel ist eine bessere räumliche Ortung von Geräuschen.

Gerade bei Shootern kann eine solche virtuelle Raumdarstellung hilfreich sein. Schritte, Schüsse und andere Geräusche lassen sich besser einer Richtung zuordnen. Allerdings sollte man bei virtuellem Surround immer darauf achten, dass eine größere Klangbühne nicht automatisch einen natürlicheren Klang bedeutet.

Die Qualität hängt stark vom Spiel und vom persönlichen Geschmack ab. Bei manchen Spielen bringt THX Spatial Audio einen deutlichen Mehrwert, bei anderen wirkt Stereo natürlicher.

Positiv ist, dass Razer die entsprechenden Einstellungen über die Software anpassbar macht.

Aktive Geräuschunterdrückung

Razer stattet die Hammerhead V3 HyperSpeed mit Hybrid Active Noise Cancellation aus. Die ANC-Technik soll störende Umgebungsgeräusche reduzieren und dadurch sowohl beim Spielen als auch beim Musikhören für mehr Ruhe sorgen.

Razer gibt gegenüber der vorherigen Generation eine Verbesserung der Geräuschreduzierung um bis zu 50 Prozent an. Diese Zahl stammt allerdings aus den Herstellerangaben und sollte entsprechend als Herstellerwert betrachtet werden.

In unabhängigen Tests fällt das Urteil zur ANC-Leistung gemischter aus. Während Testberichte.de von einer effektiven Geräuschunterdrückung spricht, kommt SoundGuys zu einem deutlich kritischeren Ergebnis und bewertet die Geräuschunterdrückung als eine der Schwachstellen.

Das zeigt gleichzeitig, wie stark ANC vom jeweiligen Frequenzbereich abhängt. Tieffrequente, gleichmäßige Geräusche können von In-Ear-ANC vergleichsweise gut reduziert werden. Stimmen oder plötzlich auftretende Geräusche lassen sich dagegen wesentlich schwieriger vollständig ausblenden.

Für Zugfahrten, Büroumgebungen oder den täglichen Arbeitsweg ist ANC dennoch eine sinnvolle Ergänzung.

Transparenzmodus und Alltag

Wer nicht vollständig von seiner Umgebung abgeschottet sein möchte, kann den Transparenzmodus verwenden. Das ist beispielsweise beim Überqueren einer Straße oder bei Gesprächen praktisch.

Damit werden die Mikrofone genutzt, um Umgebungsgeräusche wiederzugeben. Dadurch müssen die Earbuds nicht herausgenommen werden.

Diese Kombination aus ANC und Transparenzmodus macht die Hammerhead V3 HyperSpeed deutlich alltagstauglicher als reine Gaming-Earbuds ohne entsprechende Funktionen.

Mikrofonqualität

Das integrierte Mikrofon ist vor allem für Voice-Chat und Kommunikation beim Gaming gedacht. Razer setzt auf eine Mikrofoncharakteristik mit Nierencharakteristik und nennt einen Frequenzbereich von 100 Hz bis 10 kHz sowie ein Signal-Rausch-Verhältnis von mindestens 70 dB.

Für Discord, Teamspeak oder den Voice-Chat einer Konsole reicht die Qualität grundsätzlich aus. Die Stimme wird verständlich übertragen und ist für normale Gespräche gut geeignet.

Allerdings sollte man keine Qualität auf dem Niveau eines separaten USB-Mikrofons erwarten. Gerade in lauten Umgebungen zeigen sich Grenzen. Auch hier fallen die Bewertungen unabhängiger Tests unterschiedlich aus: Einige Tester bescheinigen dem Mikrofon eine gute Qualität, andere kritisieren die Sprachübertragung insbesondere bei Hintergrundgeräuschen.

Für gelegentliche Kommunikation sind die Hammerhead also bestens geeignet. Wer professionell streamen oder Podcasts aufnehmen möchte, sollte weiterhin ein dediziertes Mikrofon verwenden.

Bedienung und Touch-Steuerung

Die Bedienung erfolgt über Touchflächen an den Ohrhörern. Die Funktionen können über die Software angepasst werden.

Dadurch lassen sich beispielsweise Wiedergabe, Lautstärke, Anrufe oder die Umschaltung zwischen Verbindungsarten steuern. Razer nennt unter anderem eine Zwei-Sekunden-Geste zum Stummschalten beziehungsweise Aktivieren des Mikrofons sowie eine dreifache Berührung zum Wechsel zwischen Bluetooth und 2,4-GHz-Verbindung.

Die grundsätzliche Idee funktioniert gut, allerdings sind Touch-Steuerungen nicht jedermanns Sache. Physische Tasten geben häufig ein eindeutigeres Feedback. Auch hier gibt es unabhängige Kritik an der Zuverlässigkeit der Touch-Bedienung.

Razer Synapse und Audio-App

Wie bei vielen aktuellen Razer-Produkten spielt die Software eine wichtige Rolle.

Auf dem PC kommt Razer Synapse zum Einsatz. Dort können unter anderem Audioeinstellungen, THX Spatial Audio und weitere Funktionen konfiguriert werden. Für die Nutzung von THX Spatial Audio ist unter Windows 11 Version 23H2 oder neuer Razer Synapse erforderlich.

Für mobile Geräte stellt Razer die Razer Audio App zur Verfügung. Dadurch lassen sich die Earbuds auch ohne PC konfigurieren.

Diese Software-Unterstützung ist ein klarer Pluspunkt für Nutzer, die gerne an ihrem Klangprofil arbeiten. Gleichzeitig bedeutet sie aber auch, dass einige Funktionen nicht einfach ausschließlich über die Hardware bedient werden können.

Chroma RGB – mehr Show als Nutzen

Natürlich darf bei einem aktuellen Razer-Gaming-Produkt auch Chroma RGB nicht fehlen.

Die Beleuchtung ist optisch nett anzusehen und fügt sich gut in ein entsprechendes Razer-Setup ein. Einen praktischen Vorteil bietet RGB an einem In-Ear allerdings kaum.

Während die Beleuchtung bei Tastaturen, Mäusen oder PC-Komponenten zumindest zur optischen Gestaltung des Schreibtischs beiträgt, ist sie bei Ohrhörern eher ein Lifestyle-Feature.

Wer Razer Chroma bereits nutzt, wird sich über die Integration freuen. Wer ausschließlich funktionale Features sucht, kann darauf problemlos verzichten.

Akkulaufzeit

Beim Akku kann Razer mit beeindruckenden Herstellerwerten punkten.

Die Ohrhörer sollen bis zu zehn Stunden mit einer Ladung durchhalten. Zusammen mit dem Ladecase sind bis zu 40 Stunden möglich. Das Case stellt also zusätzliche 30 Stunden Energie bereit.

In der Praxis hängt die Laufzeit allerdings stark von Lautstärke, Verbindungsart und aktivierten Funktionen ab. Ein unabhängiger Test kam bei Nutzung der HyperSpeed-Verbindung auf ungefähr 7,5 Stunden im praktischen Einsatz und rund neun Stunden über Bluetooth. Im Labor wurden sogar längere Laufzeiten gemessen.

Damit bewegen sich die Hammerhead V3 HyperSpeed insgesamt auf einem guten Niveau.

Für eine längere Gaming-Session reicht eine Akkuladung problemlos. Und sollte der Akku dennoch einmal leer sein, lässt sich das Ladecase per USB-C laden. Razer gibt außerdem an, dass 15 Minuten Ladezeit für bis zu drei Stunden Wiedergabe ausreichen können.

Ladecase und USB-C-Passthrough

Das besondere Ladecase ist eines der interessantesten Merkmale des gesamten Produkts.

Der HyperSpeed-Dongle kann im beziehungsweise am Case aufbewahrt werden und lässt sich für unterwegs verwenden. Gleichzeitig unterstützt das Case USB-C-Passthrough, sodass der Funkempfänger angeschlossen bleiben kann, während die Earbuds geladen werden.

Das ist vor allem am Schreibtisch praktisch. Der Nutzer muss nicht ständig zwischen Ladecase und USB-Dongle wechseln.

Der Nachteil ist die bereits erwähnte Größe des Cases. Wer besonders kleine Ladecases gewohnt ist, wird sich zunächst an die Dimensionen gewöhnen müssen.

Kompatibilität

Die Hammerhead V3 HyperSpeed sind ausgesprochen vielseitig.

Razer nennt unter anderem PC, PlayStation, Android, iOS/iPadOS und Geräte mit Bluetooth-Audio-Unterstützung als kompatible Plattformen. Über den 2,4-GHz-Dongle lassen sich beispielsweise PC, PlayStation 5 und Steam Deck nutzen.

Damit sind die Earbuds interessant für Spieler, die mehrere Plattformen verwenden.

Besonders praktisch ist das für Nutzer, die beispielsweise am PC spielen, unterwegs einen Handheld verwenden und zwischendurch Musik über das Smartphone hören. Ein einziger Satz Earbuds kann diese verschiedenen Einsatzgebiete abdecken.

Technische Daten im Überblick

MerkmalRazer Hammerhead V3 HyperSpeed
BauartTrue Wireless In-Ear
Treiber11 mm
Frequenzbereich20 Hz – 20 kHz
Impedanz32 Ohm
Empfindlichkeit105 dB SPL/mW bei 1 kHz
Max. Eingangsleistung25 mW
Verbindung2,4 GHz HyperSpeed / Bluetooth
BluetoothBluetooth 6.0
CodecsSBC, AAC
Mikrofon-Frequenzbereich100 Hz – 10 kHz
MikrofonNierencharakteristik
ANCHybrid ANC
Spatial AudioTHX Spatial Audio / virtuelles 7.1 am PC
Akku Ohrhörerbis zu 10 Stunden
Gesamtakkulaufzeitbis zu 40 Stunden
Gewicht pro Ohrhörer5,6 g
Gesamtgewicht63 g
SchutzklasseIPX4
BeleuchtungRazer Chroma RGB
LadeanschlussUSB-C
SteuerungTouch
PlattformenPC, PlayStation, Android, iOS/iPadOS u. a.

Die technischen Werte basieren auf den aktuellen Razer-Spezifikationen und werden durch unabhängige Testangaben ergänzt. Bei der Akkulaufzeit handelt es sich um Maximalwerte, die je nach Nutzung deutlich abweichen können.

Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis

Zum Start wurden die Hammerhead V3 HyperSpeed mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 139,99 Euro angeboten. In unabhängigen Tests beziehungsweise im Handel wurde bereits ein Preis um 129,90 Euro genannt.

Für diesen Preis bekommt man eine umfangreiche Ausstattung: 2,4-GHz-Gaming-Funk, Bluetooth 6.0, ANC, Transparenzmodus, THX Spatial Audio, Chroma RGB, Touch-Steuerung und ein clever konstruiertes Ladecase.

Der Preis ist damit vor allem dann nachvollziehbar, wenn die HyperSpeed-Verbindung tatsächlich genutzt wird. Wer ausschließlich Bluetooth zum Musikhören verwendet, schöpft das Potenzial des Produkts deutlich weniger aus.

Für wen eignen sich die Hammerhead V3 HyperSpeed?

Die Zielgruppe ist relativ eindeutig: Gamer, die ein möglichst leichtes und mobiles Audio-System suchen.

Besonders interessant sind die Earbuds für Spieler, die keine großen Gaming-Headsets mögen und trotzdem nicht auf eine niedrige Latenz verzichten möchten. Auch Besitzer mehrerer Plattformen profitieren von der flexiblen Verbindungstechnik.

Für kompetitive Shooter sind die geringe Latenz und die räumliche Wiedergabe besonders interessant. Gleichzeitig eignen sich die Earbuds für Singleplayer-Spiele, Streaming, Musik und alltägliche Kommunikation.

Wer dagegen in erster Linie die bestmögliche Musikwiedergabe oder eine besonders starke Geräuschunterdrückung sucht, sollte die Hammerhead V3 HyperSpeed nicht ausschließlich aufgrund ihrer Feature-Liste kaufen. Hier zeigen unabhängige Tests, dass gerade beim ANC und bei der Klangabstimmung unterschiedliche Erwartungen erfüllt werden können.

Fazit

Die Razer Hammerhead V3 HyperSpeed sind ausgesprochen vielseitige Gaming-In-Ears, die ihre größte Stärke eindeutig beim Gaming ausspielen. Die Kombination aus 2,4-GHz-HyperSpeed Wireless und Bluetooth 6.0 ist sinnvoll umgesetzt und macht die Ohrhörer sowohl für stationäres Gaming als auch für mobile Geräte interessant.

Besonders überzeugend ist die geringe Latenz. Wer bisher normale Bluetooth-Earbuds zum Spielen verwendet hat, wird den Unterschied insbesondere bei schnellen Spielen deutlich wahrnehmen können. Hinzu kommen das geringe Gewicht von lediglich 5,6 Gramm pro Ohrhörer, die gute Akkulaufzeit und die breite Plattformunterstützung.

Auch die Möglichkeit, THX Spatial Audio am PC einzusetzen, erweitert die Einsatzmöglichkeiten. Die räumliche Wiedergabe kann insbesondere bei Shootern für eine bessere Orientierung sorgen. Die Software bietet darüber hinaus zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten.

Nicht alles ist allerdings perfekt. Das Ladecase ist aufgrund seiner zusätzlichen Technik vergleichsweise groß, die ANC-Leistung wird von Testern unterschiedlich beurteilt und auch beim Klang gibt es kleinere Schwächen. Insbesondere die Mitten könnten präsenter sein und bei sehr tiefen Frequenzen fehlt es teilweise an etwas Druck. Das Mikrofon ist für Gaming-Chat absolut brauchbar, erreicht aber nicht die Qualität eines guten dedizierten Mikrofons.

Unterm Strich hinterlassen die Hammerhead V3 HyperSpeed dennoch einen überzeugenden Eindruck. Sie sind weniger klassische Hi-Fi-In-Ears als vielmehr ein äußerst flexibles Gaming-Werkzeug. Wer niedrige Latenz, geringes Gewicht, Multi-Plattform-Unterstützung und viele Funktionen miteinander verbinden möchte, bekommt ein technisch umfangreiches Gesamtpaket.

GamersChoice Wertung

Getestet: Razer Hammerhead V3 HyperSpeed

Das ist es: Ausgesprochen vielseitige Gaming-In-Ears, die ihre größte Stärke eindeutig beim Gaming ausspielen.

  • Klangqualität
  • Gaming & Latenz
  • Tragekomfort & Verarbeitung
  • Ausstattung & Funktionen
  • Akku & Konnektivität
  • Preis-Leistung
4.5

Fazit

Die Razer Hammerhead V3 HyperSpeed sind damit vor allem eines: sehr gute Gaming-In-Ears mit niedriger Latenz und enorm vielseitiger Ausstattung. Ihre größten Pluspunkte liegen in der HyperSpeed-Funktechnik, dem geringen Gewicht, der Multi-Plattform-Unterstützung und der langen Akkulaufzeit. Abzüge gibt es hauptsächlich für das etwas große Ladecase, die nur durchschnittliche ANC-Leistung und einige klangliche Schwächen. Wer einen leichten kabellosen Gaming-Earbud für PC, Konsole und mobile Geräte sucht, findet hier ein ausgesprochen interessantes Gesamtpaket.

Pros

  • Sehr geringe Latenz über 2,4-GHz-HyperSpeed
  • Bluetooth 6.0 für den Alltag
  • Sehr geringes Gewicht von nur 5,6 g pro Ohrhörer
  • Bis zu 40 Stunden Gesamtlaufzeit inklusive Ladecase
  • Bis zu 10 Stunden Laufzeit pro Ladung laut Hersteller
  • THX Spatial Audio am PC
  • Hybrid-ANC und Transparenzmodus
  • Gute Plattformunterstützung
  • Praktisches HyperSpeed-Ladecase mit USB-C
  • IPX4-Schutz
  • Razer Chroma RGB
  • Umfangreiche Software-Anpassungen
  • Gute räumliche Ortung beim Gaming

Cons

  • Ladecase relativ groß
  • ANC nicht auf dem Niveau der besten ANC-Earbuds
  • Klang nicht vollkommen ausgewogen
  • Tiefe Bässe könnten kräftiger sein
  • Mitten teilweise etwas zurückgenommen
  • Nur drei Ohrpassstückgrößen im Lieferumfang
  • Mikrofon für professionelle Sprachaufnahmen nicht geeignet
  • Touch-Bedienung nicht jedermanns Sache
  • Einige Funktionen setzen Razer-Software voraus
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