Mit der Razer Kiyo V2 möchte Razer die klassische Full-HD-Webcam endgültig hinter sich lassen und richtet sich vor allem an Streamer, Content Creator, Gamer und Nutzer, die bei Videokonferenzen Wert auf ein hochwertiges Bild legen. Die zweite Generation der Kiyo setzt dabei nicht mehr auf das auffällige Ringlicht des ursprünglichen Modells, sondern auf einen 8,3-Megapixel-Sony-STARVIS-Sensor, 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde, HDR, Autofokus und KI-gestützte Bildoptimierung. Razer kombiniert diese Hardware mit einer umfangreichen Software-Ausstattung, die von klassischen Bildeinstellungen bis hin zu KI-basiertem Auto-Framing und Hintergrundeffekten reicht.
Die Kiyo V2 wurde im Oktober 2025 vorgestellt und ist damit noch eine vergleichsweise junge Webcam. Zum offiziellen deutschen Razer-Preis gehört sie aktuell zur gehobenen Mittelklasse: Razer führt die Kiyo V2 derzeit für 169,99 Euro.
Doch technische Daten allein machen noch keine gute Webcam. Entscheidend ist, wie gut das Gesamtpaket aus Bildqualität, Autofokus, Belichtung, Farben, Mikrofon, Software, Montage und Bedienung tatsächlich funktioniert. Genau hier zeigt sich, ob die Kiyo V2 ihrem Anspruch als moderne 4K-Creator-Webcam gerecht wird.
Modernes Design statt Ringlicht
Optisch bleibt Razer der grundsätzlichen Designsprache der Kiyo-Serie treu. Die Kamera sitzt in einem relativ großen, länglichen Gehäuse und wirkt deutlich erwachsener und professioneller als viele einfache 1080p-Webcams. Die Kiyo V2 ist in Schwarz, Weiß und Quartz erhältlich.
Eine der auffälligsten Änderungen gegenüber der ursprünglichen Kiyo ist allerdings das fehlende Ringlicht. Während Razer beim ersten Kiyo-Modell noch auf eine integrierte Beleuchtung setzte, konzentriert sich die Kiyo V2 vollständig auf Sensor, Optik und Software.
Das hat Vor- und Nachteile. Ein Ringlicht war praktisch, weil man unabhängig von der vorhandenen Beleuchtung zumindest eine grundlegende Lichtquelle direkt an der Kamera hatte. Gleichzeitig ist eine separate, hochwertige Lichtquelle für ernsthaftes Streaming ohnehin meist die bessere Lösung. Die Kiyo V2 wirkt dadurch weniger wie ein Gaming-Gadget und mehr wie eine klassische Creator-Kamera.
Die Abmessungen fallen mit 116 × 65,3 × 74 Millimetern durchaus großzügig aus. Mit 255 Gramm ist die Webcam außerdem kein Leichtgewicht. Das vermittelt einerseits einen soliden Eindruck, andererseits ist die Kiyo V2 damit deutlich größer als viele einfache USB-Webcams.
4K-Auflösung und 8,3-Megapixel-Sensor
Das Herzstück der Kiyo V2 ist der 8,3-Megapixel-Sony-STARVIS-Sensor. Die maximale Videoauflösung beträgt 3840 × 2160 Pixel bei 30 FPS. Wer eine höhere Bildrate bevorzugt, kann auf 1920 × 1080 bei bis zu 60 FPS wechseln. Darüber hinaus werden 1440p mit 30 FPS sowie 720p mit 30 oder 60 FPS unterstützt.
Damit bietet Razer genau die Kombination, die für viele Creator interessant ist: 4K für besonders detailreiche Aufnahmen und 1080p/60 für flüssiges Streaming.
Gerade bei Streaming muss allerdings berücksichtigt werden, dass 4K nicht automatisch sinnvoller als 1080p ist. Plattformen, Internetverbindung, Encoder und Zielpublikum spielen ebenfalls eine Rolle. Für Twitch-Streams beispielsweise kann 1080p60 in vielen Situationen praktischer sein, während 4K vor allem bei Aufnahmen, YouTube-Produktionen, Videokonferenzen oder beim späteren Zuschneiden des Bildes Vorteile bietet.
Der große Vorteil der höheren Auflösung besteht darin, dass man nachträglich stärker in das Bild hineinzoomen oder einen Ausschnitt verwenden kann, ohne sofort massiv an Details zu verlieren.
4K bei 30 FPS – für Creator absolut brauchbar
Die Kiyo V2 erreicht in 4K maximal 30 Bilder pro Sekunde. Das ist für klassische Videoaufnahmen und Präsentationen völlig ausreichend und entspricht dem, was viele 4K-Webcams in dieser Klasse bieten.
Wer hingegen besonders schnelle Bewegungen aufnehmen möchte, sollte auf 1080p60 wechseln. Mit 60 FPS wirkt das Bild deutlich flüssiger, insbesondere bei Gaming-Streams, Handbewegungen oder wenn man sich häufiger vor der Kamera bewegt.
Interessant ist dabei, dass Razer unterschiedliche Videoformate unterstützt. Über MJPEG sind 4K30 und 1080p60 möglich, während YUY2 und NV12 je nach Auflösung unterschiedliche maximale Bildraten erlauben.
In der Praxis dürfte der durchschnittliche Nutzer davon wenig merken. Für ambitionierte Streamer und Creator ist es jedoch positiv, dass die Kamera nicht einfach nur einen einzigen festen Modus anbietet.
Die Bildqualität: scharf und detailreich
Eine der größten Stärken der Kiyo V2 ist ihre Bildschärfe. Gegenüber klassischen 1080p-Webcams bietet die höhere Auflösung erwartungsgemäß wesentlich mehr Details.
Gerade bei Gesichtern, Haaren, Kleidung und feineren Strukturen zeigt die Kiyo V2, was ein moderner 4K-Sensor leisten kann. Auch bei einem etwas größeren Abstand zur Kamera bleibt das Bild ausreichend detailliert.
Computer Bild bescheinigt der Kiyo V2 im Test ausdrücklich scharfe Aufnahmen und eine deutlich natürlichere Farbdarstellung als beim Vorgänger. Gleichzeitig wird allerdings darauf hingewiesen, dass die Kamera bei schwachem Licht sichtbar rauscht.
Das ist ein wichtiger Punkt: 4K bedeutet nicht automatisch perfekte Bildqualität bei allen Lichtbedingungen. Ein 4K-Sensor kann bei schlechten Lichtverhältnissen genauso an seine Grenzen kommen wie eine Full-HD-Kamera.
Farben und automatische Belichtung
Bei einer Webcam ist eine gute automatische Belichtung mindestens genauso wichtig wie die reine Auflösung. Was bringt ein 4K-Bild, wenn das Gesicht zu dunkel, überstrahlt oder farblich unnatürlich dargestellt wird?
Hier macht die Kiyo V2 einen guten Eindruck. Razer setzt auf automatische Belichtung, automatischen Weißabgleich und KI-gestützte Bildoptimierung. Laut Razer soll die Kamera auch bei schwierigen Lichtbedingungen automatisch versuchen, Belichtung, Weißabgleich und Bildrauschen zu optimieren.
Auch der Test von Tom’s Hardware hebt insbesondere die automatische Belichtung und den automatischen Weißabgleich positiv hervor.
Das ist im Alltag sehr angenehm. Wer sich einfach vor die Kamera setzt und nicht jedes Mal ISO, Verschlusszeit und Weißabgleich manuell einstellen möchte, bekommt eine Kamera, die einen großen Teil dieser Arbeit selbst erledigt.
HDR für schwierige Lichtverhältnisse
Die Kiyo V2 unterstützt außerdem HDR mit bis zu 30 FPS.
HDR soll insbesondere dann helfen, wenn gleichzeitig helle und dunkle Bildbereiche vorhanden sind. Sitzt man beispielsweise vor einem hellen Fenster, kann eine normale Webcam schnell Probleme bekommen: Entweder wird das Gesicht zu dunkel oder der Hintergrund überbelichtet.
HDR versucht, den Dynamikumfang zu erweitern und dadurch Details in hellen und dunklen Bereichen besser zu erhalten.
Das funktioniert allerdings nicht wie Zauberei. Eine gute Raumbeleuchtung bleibt auch bei der Kiyo V2 ein entscheidender Faktor. Wer regelmäßig streamt, sollte deshalb eher in ein ordentliches Keylight investieren, statt darauf zu hoffen, dass HDR schlechte Beleuchtung vollständig kompensiert.
93 Grad Sichtfeld – großzügig, aber nicht immer ideal
Das Objektiv bietet ein maximales Sichtfeld von 93 Grad. Der Blickwinkel kann konfiguriert werden.
Der weite Blickwinkel ist besonders für Streamer interessant, die nicht unmittelbar vor der Kamera sitzen. Auch bei Produktvorstellungen oder Präsentationen kann das zusätzliche Sichtfeld hilfreich sein.
Für klassische Videokonferenzen kann 93 Grad dagegen schon ziemlich großzügig sein. Sitzt man sehr nah vor der Kamera, bekommt der Zuschauer entsprechend viel vom Raum mit.
Positiv ist deshalb, dass Razer die Einstellung des Sichtfeldes ermöglicht.
Autofokus und KI-Autoframing
Razer stattet die Kiyo V2 mit Autofokus aus und kombiniert diesen mit KI-Funktionen. Besonders interessant ist das KI-gestützte Auto-Framing, das den Nutzer automatisch im Bild halten soll.
Dabei können digitale Schwenk-, Neige- und Zoombewegungen verwendet werden, um die Person möglichst zentral zu positionieren.
Auf dem Papier klingt das hervorragend. In der Praxis sollte man allerdings nicht erwarten, dass eine Webcam plötzlich wie eine professionelle PTZ-Kamera funktioniert.
Computer Bild konnte gerade beim KI-Autofokus Schwächen feststellen. Die KI-Funktionen sind damit sicherlich interessant, aber nicht in jeder Situation perfekt.
Für gelegentliche Bewegungen reicht die Funktion gut aus. Wer allerdings ständig aus dem Bild läuft oder sehr dynamisch vor der Kamera agiert, sollte die Funktion eher als praktische Unterstützung denn als Wunderwaffe betrachten.
Razer Synapse – die große Stärke der Kiyo V2
Besonders umfangreich wird die Kiyo V2 durch die Software.
Über Razer Synapse lassen sich zahlreiche Parameter einstellen. Dazu gehören unter anderem ISO, Verschlusszeit, Weißabgleich und weitere Bildparameter.
Das ist ein großer Vorteil für fortgeschrittene Nutzer. Anfänger können die automatischen Einstellungen verwenden, während erfahrene Creator das Bild wesentlich genauer auf ihre Umgebung abstimmen können.
Damit wächst die Kiyo V2 praktisch mit ihrem Besitzer.
Wer zunächst einfach nur Videokonferenzen führen möchte, kann sie anschließen und loslegen. Wer später professioneller streamen möchte, kann sich immer tiefer in die manuellen Einstellungen einarbeiten.
Camo Studio erweitert die Möglichkeiten
Zusätzlich zur Razer-Software spielt Camo Studio eine wichtige Rolle. Razer liefert laut Hersteller für jede Kiyo V2 eine kostenlose unbefristete Pro-Lizenz mit. Damit stehen unter anderem KI-Auto-Framing, Hintergrundentfernung, Overlays und intelligente Beleuchtungskorrektur zur Verfügung.
Gerade für Streamer ist das interessant.
Logos, Wasserzeichen oder Overlays können direkt in den Workflow integriert werden. Gleichzeitig lassen sich Hintergründe ersetzen oder weichzeichnen, ohne dass zwangsläufig ein physischer Greenscreen benötigt wird.
Damit wird die Webcam nicht nur zu einem Aufnahmegerät, sondern zu einem Bestandteil eines kompletten Creator-Workflows.
Mikrofon: besser als erwartet
Razer spendiert der Kiyo V2 ein Stereo-Mikrofon mit omnidirektionaler Charakteristik und integrierter Geräuschunterdrückung. Die Audioauflösung beträgt 16 Bit bei 48 kHz.
Für Videokonferenzen, Discord, Online-Meetings und spontane Streams ist das Mikrofon damit durchaus brauchbar.
Noch interessanter ist, dass verschiedene Tests die Mikrofonqualität positiv hervorheben. Computer Bild zählt die Kiyo V2 beim Mikrofon sogar zu den besseren Modellen im Testfeld.
Trotzdem gilt auch hier: Wer regelmäßig professionell streamt, wird mit einem guten separaten USB- oder XLR-Mikrofon weiterhin bessere Ergebnisse erzielen.
Das integrierte Mikrofon ist eher eine praktische All-in-One-Lösung als ein Ersatz für professionelles Audioequipment.
USB-C und die kleine Einschränkung
Die Verbindung erfolgt über USB-C. Razer gibt USB 3.0 als Voraussetzung an. Im Lieferumfang befindet sich ein USB-C-Kabel.
Die moderne Schnittstelle ist grundsätzlich positiv. Allerdings ist die Kiyo V2 in dieser Hinsicht etwas anspruchsvoller als viele ältere Webcams.
Unser Experte kritisiert insbesondere, dass die Kamera beim Kabel vergleichsweise wählerisch ist und der mitgelieferte Anschluss beziehungsweise die entsprechende USB-C-Verbindung beachtet werden muss.
Wer einen modernen PC besitzt, dürfte damit normalerweise keine Probleme haben. Bei älteren Rechnern sollte man vor dem Kauf allerdings prüfen, ob ein geeigneter USB-C-Port beziehungsweise eine entsprechende USB-3-Verbindung vorhanden ist.
Integrierter Privacy Shutter
Ein sehr gelungenes Detail ist die integrierte Objektivabdeckung.
Statt eine externe Abdeckung aufzusetzen oder die Kamera jedes Mal vom Rechner abzuziehen, lässt sich die Linse direkt mechanisch verschließen.
Das ist gerade bei einer Kamera für Homeoffice und Streaming eine ausgesprochen sinnvolle Lösung.
Softwareseitige Abschaltungen sind zwar praktisch, aber eine physische Abdeckung bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene. Ist die Linse tatsächlich geschlossen, kann die Kamera kein Bild aufnehmen.
Halterung und Montage
Die Kiyo V2 verwendet eine feste L-förmige Halterung mit einem 1/4-Zoll-Gewinde für Stative.
Damit lässt sich die Webcam grundsätzlich flexibel positionieren. Gleichzeitig ist die Halterung nicht komplett abnehmbar, was gegenüber manchen Konkurrenzprodukten etwas unflexibler wirkt.
Für die Montage am Monitor ist das Konzept allerdings gut geeignet.
Wer die Kamera dauerhaft auf einem Monitor betreiben möchte, wird mit der Konstruktion wahrscheinlich zufrieden sein. Wer häufig zwischen Monitor, Schreibtisch und Stativ wechselt, dürfte sich dagegen eine noch flexiblere Konstruktion wünschen.
Alltag und Bedienung
Eine große Stärke der Kiyo V2 ist ihre unkomplizierte Nutzung. Grundsätzlich anschließen, Software installieren und loslegen.
Die Kamera richtet sich damit nicht ausschließlich an professionelle Streamer. Auch im Homeoffice oder bei Videokonferenzen kann sie sinnvoll eingesetzt werden.
Gerade Nutzer, die bisher eine typische integrierte Laptop-Webcam verwendet haben, werden einen deutlichen Qualitätssprung feststellen.
Die Kombination aus hoher Auflösung, Autofokus und automatischer Belichtung sorgt dafür, dass man sich nicht ständig mit den technischen Einstellungen beschäftigen muss.
Schwächen bei schlechtem Licht
Eine der wichtigsten Einschränkungen der Kiyo V2 zeigt sich bei schlechter Beleuchtung.
Unser Experte stellt bei schwachem Licht deutliches Bildrauschen fest.
Das ist nicht ungewöhnlich und sollte bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden. Die Kiyo V2 ist keine Kamera, die eine schlechte Beleuchtung vollständig ausgleichen kann.
Das Fehlen des Ringlichts macht sich hier indirekt bemerkbar. Die ursprüngliche Kiyo konnte sich zumindest auf ihre integrierte Beleuchtung stützen. Bei der Kiyo V2 muss der Nutzer stärker auf die vorhandene Raumbeleuchtung oder eine zusätzliche Lichtquelle setzen.
Für ambitionierte Streamer ist das allerdings kein großes Problem. Eine separate Softbox oder ein gutes Keylight liefert ohnehin ein wesentlich besseres Ergebnis als ein kleines Ringlicht direkt an der Webcam.
Für wen eignet sich die Kiyo V2?
Die Kiyo V2 richtet sich eindeutig an Nutzer, die mehr als eine einfache 1080p-Webcam möchten.
Streamer profitieren von 4K, 1080p60, Autofokus, HDR, umfangreichen Softwareoptionen und KI-Funktionen.
Content Creator bekommen eine Kamera, die sich wesentlich genauer konfigurieren lässt als typische Office-Webcams.
Gamer können sie für Streaming, Discord und Videokonferenzen einsetzen.
Homeoffice-Nutzer profitieren von der hohen Bildqualität und dem integrierten Privacy Shutter, müssen allerdings nicht zwingend die gesamten 4K-Funktionen nutzen.
Für jemanden, der lediglich einmal pro Woche eine Videokonferenz führt, ist eine Webcam dieser Preisklasse möglicherweise bereits mehr, als tatsächlich benötigt wird.
Zahlen, Daten und Fakten
| Eigenschaft | Razer Kiyo V2 |
|---|---|
| Maximale Auflösung | 3840 × 2160 Pixel |
| Maximale 4K-Bildrate | 30 FPS |
| Maximale 1080p-Bildrate | 60 FPS |
| Sensor | 8,3 MP Sony STARVIS |
| Sichtfeld | bis 93° |
| Fokus | Auto / manuell |
| Brennweite | 3 mm, ca. 20 mm Vollformatäquivalent |
| HDR | Ja, bis 30 FPS |
| Mikrofon | Stereo |
| Richtcharakteristik | Omnidirektional |
| Audio | 16 Bit / 48 kHz |
| Geräuschunterdrückung | Ja |
| Anschluss | USB-C / USB 3.0 |
| Privacy Shutter | Ja |
| Stativgewinde | 1/4 Zoll |
| Abmessungen | 116 × 65,3 × 74 mm |
| Gewicht | 255 g |
| Software | Razer Synapse 4 / Camo Studio |
| Farben | Schwarz, Weiß, Quartz |
| UVP/aktueller Razer-Preis Deutschland | 169,99 € |
Die technischen Angaben stammen überwiegend aus den aktuellen Razer-Spezifikationen.
Fazit
Die Razer Kiyo V2 ist eine moderne und vielseitige 4K-Webcam, die sich deutlich von einfachen Standard-Webcams absetzt. Ihr größter Pluspunkt ist die Kombination aus 8,3-Megapixel-Sony-STARVIS-Sensor, 4K30, 1080p60, Autofokus, HDR und umfangreicher Softwaresteuerung.
Besonders gelungen ist, dass Razer die Kamera sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Nutzer interessant macht. Wer einfach nur ein gutes Bild möchte, kann sich auf die Automatik verlassen. Wer dagegen mehr Kontrolle benötigt, kann über Synapse zahlreiche Parameter manuell einstellen.
Die Bildqualität ist scharf und farblich überzeugend, während das integrierte Mikrofon besser ausfällt, als man es bei einer Webcam dieser Bauart erwarten könnte. Der Privacy Shutter ist ebenfalls ein sehr sinnvolles Detail.
Auf der anderen Seite ist die Kiyo V2 relativ groß und mit 255 Gramm nicht gerade leicht. Die feste Halterung könnte flexibler sein, und insbesondere bei schwachem Licht zeigen sich Grenzen. Auch die KI-Funktionen sind interessant, aber nicht immer völlig fehlerfrei.
Der Wegfall des Ringlichts ist Geschmackssache. Für ambitionierte Creator halte ich ihn letztlich nicht für einen entscheidenden Nachteil, weil eine separate Lichtquelle ohnehin die bessere Lösung darstellt.
Unterm Strich ist die Kiyo V2 damit eine hochwertige 4K-Webcam mit sehr guter Bildqualität, umfangreichen Einstellmöglichkeiten und einem überzeugenden Gesamtpaket, die sich besonders an Streamer und Content Creator richtet.
GamersChoice Wertung
Getestet: Razer Kiyo V2
Das ist es: Eine moderne und vielseitige 4K-Webcam, die sich deutlich von einfachen Standard-Webcams absetzt.
-
Bildqualität
-
Video & Auflösung
-
Autofokus & KI-Funktionen
-
Mikrofon & Audio
-
Software & Ausstattung
-
Verarbeitung & Bedienung
Fazit
Die Razer Kiyo V2 ist damit vor allem für Streamer, Gamer und Content Creator eine interessante Webcam. Ihre Kombination aus 4K-Auflösung, hochwertigem Sensor und umfangreicher Software macht sie zu einem leistungsfähigen Gesamtpaket. Wer allerdings überwiegend bei schlechter Beleuchtung arbeitet oder lediglich gelegentliche Videokonferenzen führt, kann die Möglichkeiten der Kiyo V2 nur teilweise ausschöpfen.
Pros
- Sehr scharfes 4K-Bild
- 8,3-MP-Sony-STARVIS-Sensor
- 4K mit 30 FPS
- 1080p mit bis zu 60 FPS
- Gute Farbdarstellung
- HDR-Unterstützung
- Autofokus
- KI-gestütztes Auto-Framing
- Sehr umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten
- Razer Synapse 4
- Camo-Studio-Unterstützung
- Integrierter mechanischer Privacy Shutter
- Ordentliches Stereo-Mikrofon
- 1/4-Zoll-Stativgewinde
- Modernes USB-C-Konzept
Cons
- Vergleichsweise groß und schwer
- Kein integriertes Ringlicht mehr
- Bildrauschen bei schwacher Beleuchtung
- KI-Autofokus nicht immer perfekt
- Halterung nicht vollständig abnehmbar
- USB-C/USB-3-Anforderungen sollten beachtet werden
- Für reine Videokonferenzen möglicherweise überdimensioniert
