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Testbericht zur be quiet! Dark Perk Sym Gaming-Maus

Mit der be quiet! Dark Perk Sym Gaming-Maus wagt sich be quiet! erstmals ernsthaft in den hart umkämpften Gaming-Maus-Markt. Der deutsche Hersteller ist seit Jahren vor allem für leise Netzteile, hochwertige Gehäuse und starke Kühllösungen bekannt. Nun versucht man, dieses Konzept aus Präzision, Qualität und Geräuscharmut auf den Peripherie-Markt zu übertragen. Die Dark Perk Sym richtet sich dabei klar an ambitionierte Gamer und E-Sport-Spieler, die eine ultraleichte High-End-Maus mit modernster Technik suchen.

Die Konkurrenz ist allerdings enorm. Modelle wie die Logitech G Pro X Superlight, Razer Viper V3 Pro oder Pulsar X2 dominieren den Markt der ultraleichten Profi-Mäuse bereits seit Jahren. Genau hier möchte die Dark Perk Sym mit einem Gewicht von nur 55 Gramm, einem PixArt PAW3950 Sensor, 8.000-Hz-Polling und extrem leisen Omron-Switches angreifen. Ob der Einstieg gelungen ist, zeigt dieser ausführliche Testbericht.

Design und Verarbeitung

Schon beim ersten Auspacken fällt auf, dass be quiet! bewusst auf übertriebene Gaming-Optik verzichtet hat. Die Dark Perk Sym wirkt schlicht, elegant und professionell. RGB-Spielereien oder aggressive Formen sucht man vergeblich. Stattdessen setzt der Hersteller auf ein minimalistisches schwarzes Design mit klaren Linien und einer angenehm matten Oberfläche.

Die Maus besitzt ein symmetrisches Gehäuse, wodurch sie besonders für Claw-Grip- und Fingertip-Spieler interessant wird. Trotz der symmetrischen Form befinden sich die Seitentasten allerdings nur auf der linken Seite, weshalb echte Linkshänder nur eingeschränkt profitieren. Genau dieser Punkt wurde auch in mehreren Reviews kritisiert.

Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen hochwertigen Eindruck. Die Kunststoffschale wirkt stabil, die Tasten sitzen präzise und nichts klappert. Allerdings berichten einige Nutzer auf Reddit von leichtem Gehäuse-Creaking unter starkem Druck. Im normalen Gaming-Alltag dürfte dies allerdings kaum auffallen.

Besonders gelungen sind die PTFE-Gleitfüße mit abgerundeten Kanten. Dadurch gleitet die Maus extrem weich über Stoff- und Hybrid-Mousepads. Gerade bei schnellen Flicks in Shootern wie Counter-Strike 2 oder Valorant macht sich dies positiv bemerkbar.

Gewicht und Ergonomie

Mit gerade einmal 55 Gramm gehört die Dark Perk Sym zu den leichtesten kabellosen Gaming-Mäusen auf dem Markt.

Das geringe Gewicht sorgt für ein unglaublich agiles Spielgefühl. Bewegungen wirken direkter, schneller und präziser. Besonders bei kompetitiven Shootern merkt man sofort, wie leicht sich die Maus kontrollieren lässt. Lange Gaming-Sessions führen zudem deutlich seltener zu Ermüdungserscheinungen.

Die Form selbst erinnert leicht an moderne E-Sport-Mäuse wie die Pulsar X2 oder Logitech Superlight, besitzt aber eine etwas ausgeprägtere Mittelwölbung. Nutzer mit mittelgroßen Händen dürften hier die beste Erfahrung machen. Spieler mit sehr großen Händen könnten hingegen Schwierigkeiten bekommen, die Maus komfortabel im Palm-Grip zu nutzen.

Ein weiterer positiver Punkt ist die griffige Oberfläche. Selbst bei schwitzigen Händen bleibt die Kontrolle hervorragend erhalten.

Sensor und Gaming-Performance

Technisch spielt die Dark Perk Sym ganz oben mit. Herzstück der Maus ist der moderne PixArt PAW3950 Sensor, der aktuell als einer der besten Gaming-Sensoren überhaupt gilt.

Die wichtigsten technischen Daten:

EigenschaftWert
SensorPixArt PAW3950
Maximale DPI32.000
Polling-Ratebis 8.000 Hz
Gewicht55 g
SwitchesOmron Optical D2FP-FN2
Verbindung2,4 GHz Wireless + USB-C
Akkulaufzeitbis 110 Stunden
Lift-Off-Distance1–2 mm

Die maximale DPI-Zahl von 32.000 ist zwar hauptsächlich Marketing, zeigt aber, wie modern der Sensor arbeitet. Entscheidend ist vielmehr die Tracking-Qualität – und diese ist exzellent. Selbst schnelle Flicks oder hektische Bewegungen werden absolut sauber umgesetzt.

Die 8.000-Hz-Polling-Rate sorgt theoretisch für eine extrem geringe Eingabeverzögerung. In der Praxis profitieren davon vor allem Spieler mit sehr schnellen Monitoren ab 240 Hz oder 360 Hz. Der Unterschied zu klassischen 1.000 Hz ist zwar spürbar, aber keineswegs revolutionär.

Besonders positiv fällt die geringe Klicklatenz auf. Die verbauten optischen Omron-Switches reagieren extrem schnell und präzise. Gleichzeitig bleiben die Klickgeräusche deutlich leiser als bei vielen Konkurrenzprodukten – typisch be quiet!.

Akkulaufzeit und Wireless-Technik

be quiet! gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 110 Stunden bei 1.000 Hz an.

Im Alltag hängt die tatsächliche Laufzeit jedoch stark von der Polling-Rate ab. Wer dauerhaft mit 8.000 Hz spielt, wird deutlich früher zum Ladekabel greifen müssen. Mehrere Tests bestätigen, dass die reale Laufzeit bei maximaler Performance spürbar sinkt.

Geladen wird über USB-C. Während des Ladens kann problemlos weitergespielt werden. Das mitgelieferte Kabel ist angenehm flexibel und stört kaum.

Die kabellose Verbindung arbeitet grundsätzlich schnell und stabil. Allerdings berichten einige Nutzer noch von kleineren Firmware-Problemen und gelegentlichen Verbindungsabbrüchen in bestimmten Spielen.

Da es sich um die erste Gaming-Maus von be quiet! handelt, wirken manche Software- und Firmware-Bereiche noch nicht ganz ausgereift.

Software und Anpassungsmöglichkeiten

Ein interessantes Feature ist das neue be quiet! IO Center. Dieses steht sowohl als klassische Software als auch als browserbasierte Web-Version zur Verfügung.

Gerade die Web-Lösung ist ungewöhnlich und praktisch zugleich. Einstellungen lassen sich direkt über den Browser ändern, ohne zusätzliche Programme installieren zu müssen. Unterstützt werden sogar Linux-Systeme über Chromium-basierte Browser.

Folgende Einstellungen sind möglich:

Die Software selbst wirkt übersichtlich und ressourcenschonend. Einige Nutzer loben besonders die einfache Bedienung.

Dennoch gibt es noch Verbesserungspotenzial. Gerade Firmware-Updates verliefen bei einigen Nutzern problematisch.

Gaming-Erfahrung im Alltag

Im eigentlichen Gaming-Einsatz überzeugt die Dark Perk Sym vor allem durch ihre Geschwindigkeit und Leichtigkeit. In Shootern fühlt sich die Maus extrem direkt an. Schnelle Richtungswechsel, Flickshots und präzises Tracking funktionieren auf Top-Niveau.

Durch die leisen Switches eignet sich die Maus außerdem hervorragend für Streamer oder Nutzer mit empfindlichen Mikrofonen. Klickgeräusche werden deutlich reduziert, ohne dass das Klickgefühl schwammig wirkt.

Auch bei längeren Sessions bleibt die Maus angenehm komfortabel. Die Kombination aus niedrigem Gewicht, hochwertigem Sensor und guter Gleiteigenschaft erzeugt ein modernes High-End-Gefühl.

Allerdings merkt man, dass be quiet! noch nicht dieselbe Erfahrung wie Logitech oder Razer besitzt. Kleinere Firmware-Probleme und die fehlende Bluetooth-Funktion zeigen, dass noch nicht alles perfekt ist.

Fazit

Die be quiet! Dark Perk Sym Gaming-Maus ist ein beeindruckender Erstling im Gaming-Maus-Segment. Technisch bietet sie nahezu alles, was moderne E-Sport-Spieler erwarten: einen absoluten High-End-Sensor, extrem niedriges Gewicht, 8K-Polling und hervorragende Klicks.

Besonders die Kombination aus leisen Omron-Switches, starkem Sensor und minimalistischer Bauweise hebt sie von vielen Konkurrenten ab. Die browserbasierte Software ist ebenfalls ein innovativer Ansatz.

Allerdings merkt man an einigen Stellen, dass be quiet! noch Erfahrung im Peripherie-Bereich sammeln muss. Kleinere Firmware-Probleme, vereinzelte Verbindungsprobleme und der vergleichsweise hohe Preis verhindern eine absolute Spitzenwertung.

Trotzdem ist die Dark Perk Sym eine hervorragende Wahl für ambitionierte Shooter-Spieler, die eine ultraleichte, schnelle und angenehm leise Gaming-Maus suchen.

GamersChoice Wertung

Getestet: be quiet! Dark Perk Sym

Das ist es: Ein beeindruckender Erstling im Gaming-Maus-Segment.

  • Verarbeitung
  • Gaming-Performance
  • Ergonomie
  • Software
  • Akkulaufzeit
  • Preis-Leistung
4.2

Fazit

Die Dark Perk Sym eine hervorragende Wahl für ambitionierte Shooter-Spieler, die eine ultraleichte, schnelle und angenehm leise Gaming-Maus suchen.

Pros

  • Extrem leicht mit nur 55 Gramm
  • Hervorragender PixArt PAW3950 Sensor
  • Sehr präzise und schnelle Omron Optical Switches
  • Angenehm leise Klickgeräusche
  • 8.000-Hz-Polling auch kabellos
  • Sehr gute Gleiteigenschaften
  • Innovative browserbasierte Software
  • Lange Akkulaufzeit bei 1.000 Hz

Cons

  • Hoher Preis
  • Keine Bluetooth-Unterstützung
  • Firmware noch nicht ganz ausgereift
  • Seitentasten nur links
  • Kleine Probleme bei manchen Wireless-Verbindungen
  • Für große Hände etwas klein
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